Gesundheit

Gesundheit, das steht auf der Wunschliste der meisten Menschen ziemlich weit oben. Wir alle wollen doch gesund sein, uns in unserem Körper wohlfühlen! Doch was ist eigentlich Gesundheit?

GesundheitGesundheit – eine schwierige Definition:

Für die Weltgesundheitsorganisation WHO ist Gesundheit viel mehr als das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Es handelt sich um einen „Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens“.

Auffallend bei dieser Definition ist, dass nicht nur die körperliche Gesundheit eine Rolle spielt, sondern auch die geistige und – besonders erstaunlich – die soziale. Demnach ist ein Mensch nicht gesund, der sozial isoliert ist oder in schwierigen sozialen Verhältnissen lebt.

Wer schon einmal ein vernachlässigtes Kind oder einen einsamen alten Menschen gesehen hat, wird diese Definition durchaus bestätigen können. Körper, Geist und das soziale Umfeld sollen also im Zustand vollständigen Wohlergehens sein.

Das wirft weitere Fragen auf: Bin ich sofort krank, wenn ich mich nicht wohlfühle? Verhindert eine Narbe schon den „Zustand vollständigen Wohlergehens“? Oder eine Zahnfüllung? Die Neigung zu Erkältungen? Oder zum Grübeln? Ist es überhaupt möglich, dauerhaft in diesem Zustand vollständigen Wohlergehens zu leben? Wahrscheinlich nicht.

Denn bei einer solchen Definition handelt es sich immer um einen Idealzustand, dem wir uns nur annähern können. Unnötig ist sie deshalb jedoch noch lange nicht: Nur wenn du möglichst viele Aspekte von Gesundheit kennst, kannst du auch effektiv daran arbeiten, sie wiederherzustellen und zu erhalten!

Gesundheit – ein komplexes System:

Unzählige Faktoren haben Einfluss darauf, wie gesund du bist: Deine genetischen Voraussetzungen zum Beispiel. Oder die Art deiner Ernährung. Die Belastung mit Umweltgiften. Dein Schlafverhalten. Dein Beruf und die Frage, wie zufrieden du mit ihm bist. Dein Umgang mit Stress. Dein Bewegungsverhalten. Dein soziales Umfeld. Deine Erfahrungen in der Kindheit.

Deine Wohnsituation. Dein Sexualleben. Dein Gefühl von Sicherheit oder Bedrohung. Deine übernommenen oder erlernten Verhaltens- und Gedankenmuster. Deine Lebensziele. Dein Gefühl von Sinn oder Sinnlosigkeit im Leben. Dein Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung. Und all das sind nur Beispiele für die vielen Faktoren, die auf deine körperliche, geistige und soziale Gesundheit einwirken!

Eine ganze Reihe dieser Faktoren kannst du nur bedingt beeinflussen. Ob du beispielsweise in deiner Kindheit genügend Geborgenheit bekommen hast, das kannst du jetzt nicht mehr ändern. Das musst du aber auch nicht! Bei niemandem sind die Voraussetzungen optimal. Es gibt genügend Möglichkeiten, etwas für deine Gesundheit zu tun, egal wie dein momentaner Status ist.

Gesundheit – so kannst du sie fördern:

Da Gesundheit ein so umfassender und individueller Komplex ist, wirst du nie in der Lage sein, alle Bereiche perfekt zu gestalten. Wenn du das versuchst, gerätst du nur in Stress, und der ist wiederum nicht gesund. Suche dir deshalb aus unseren Tipps nur diejenigen aus, die für dich gerade passend und machbar sind.

Es kann für dich gesünder sein, jede Nacht eine Stunde länger zu schlafen, als in dieser Zeit zum Sport zu gehen. Mit einer gewissen Aufmerksamkeit für dich und deine Bedürfnisse wirst du recht schnell herausfinden, was du brauchst.

Unsere Gesundheitstipps für dich:

  1. Ernähre dich möglichst abwechslungsreich und ausgewogen. Achte dabei vor allem darauf, viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu dir zu nehmen.
  2. Iss mit Genuss! Ein Schokoriegel mit schlechtem Gewissen kann viel gesundheitsschädlicher sein als eine ganze Tafel, die du mit Genuss verspeist hast!
  3. Bewege dich regelmäßig! Die Bewegung sollte deinen Körper fordern, aber nicht überfordern.
  4. Trinke mindestens zwei Liter am Tag!
  5. Verzichte so weit wie möglich auf Genussgifte wie Koffein, Alkohol, Nikotin oder Drogen.
  6. Reduziere deine Belastung mit Umweltgiften so weit wie möglich, indem du zum Beispiel deine Lebensmittel gründlich wäschst.
  7. Sorge für ausreichend Schlaf! Ausreichend bedeutet, dass du dich den Großteil des Tages ausgeschlafen und energiereich fühlst.
  8. Je stressiger dein Alltag ist, umso wichtiger ist Entspannung. Plane Dinge ein, die dir wirklich Spaß machen und dir gut tun!
  9. Nimm dir Zeit, um deine sozialen Beziehungen zu pflegen! Wahre Freunde und eine intakte Familie sind in manchen Situationen die beste Medizin!
  10. Was erfüllt dich wirklich mit Freude? Was ist deine Berufung? Was ist der Sinn deines Lebens? Versuche, auf diese Fragen Antworten zu finden und nach ihnen zu leben!
  11. Verbringe regelmäßig Zeit an der frischen Luft!
  12. Beobachte deine Gedanken- und Verhaltensmuster! Welche schaden dir? Versuche, sie über Bord zu werfen und durch nützlichere zu ersetzen!
  13. Gestalte dein Lebensumfeld so, dass du dich darin wohlfühlst!
  14. Verbringe weniger Zeit mit Zorn, Sorgen oder Ängsten. Übe dich stattdessen darin, Leichtigkeit und Freude in dein Leben einziehen zu lassen, auch wenn die Umstände vielleicht nicht optimal sind.

Leichtigkeit und Freude, das bedeutet auch, den Hype nach Gesundheit, Jugend und der perfekten Figur nicht zu ernst zu nehmen. Denn wenn gesund zu sein so individuell ist, dann ist der „Zustand vollständigen Wohlbefindens“ womöglich auch mit ein paar Kilo Übergewicht möglich. Denn wenn uns die Definition der WHO eines lehren sollte, dann das: Gesund zu sein bedeutet mehr, als „nur“ einen perfekten Körper zu haben!

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