Joggen anfangen – so beginnst du richtig!

Draußen ist es zu kalt, zu heiß, zu nass oder zu neblig und eigentlich ist doch gar keine Zeit! Kommt dir das bekannt vor?

Wer mit Joggen anfangen möchte, hat zunächst erst einmal eine breit gefächerte Ausredenpalette, um das Vorhaben doch lieber auf Morgen zu verschieben. Doch gerade beim Joggen ist der Beginn die halbe Miete. Kein Sport ist unkomplizierter.

Du brauchst keine Sportgeräte und kannst überall und jederzeit mit Joggen anfangen. Du musst nur deinen inneren Schweinehund besiegen. Mit diesen wertvollen Tipps sollte dein Vorhaben gelingen, durch Joggen fit zu bleiben und gesund zu leben.

Die Geheimnisse: Langsam und leicht! Wer mit Joggen anfangen will, sollte zunächst über einen Hausarztbesuch nachdenken. Gerade ab einem Alter über 35 Jahren oder nach längeren Sportpausen von über zwei Jahren ist der Gesundheistcheck ratsam. Gibt dein Arzt grünes Licht, kannst du loslegen.

Schritt für Schritt ist dabei die Devise. Mit Joggen anfangen, heißt langsam loslegen. Wenn du es gleich zu Beginn übertreibst, verdrießt der unvermeidbare Muskelkater sofort die Motivation. Such dir lieber eine kürzere Strecke aus und beginne in langsamen Tempo.

Joggen anfangen – das richtige Tempo

Die Faustregel dabei ist: immer nur so schnell laufen, dass du dich dabei noch locker unterhalten kannst. Ständige Gehpausen dazwischen sind für Anfänger ein Muss. Erwarte am Anfang nicht zu viel. Immerhin hast du angefangen, das ist ein großer Erfolg.

Wenn du mit Joggen anfangen möchtest, solltest du nicht sofort tägliches Training planen. Lege dir Trainingstage fest, das erschwert es dem inneren Schweinehund, dich aufzuhalten. An den lauffreien Tagen kannst du dich geistig mit dem Thema beschäftigen. Nutze die gleiche Tageszeit und Dauer des Trainings dafür, das schafft Gewohnheit.

Die Theorie zeigt die zahlreichen Vorteile und bietet Argumente gegen die Ausreden des Schweinehundes: Joggen macht den Kopf frei, baut Stresshormone ab, sorgt für eine bessere Durchblutung und Sauerstoffversorgung im Gehirn. Es stärkt das Immunsystem, baut Muskeln auf und reduziert Fett sowie Gewicht. Freue dich darauf, dass du dich entspannter und ausgeglichener fühlen wirst.

Der Spaß darf für Jogginganfänger nicht zu kurz kommen. Such dir eine Strecke aus, die dir gefällt – weil die Landschaft so toll ist oder Wald- und Sandboden sich angenehm anfühlen. Nimm eine Freundin mit, deine Lieblingsmusik oder sogar ein spannendes Hörbuch.

Schlechtes Wetter gibt es nicht!

Es gibt nur schlechte Kleidung. Mit dem Zwiebelprinzip kannst du gar nichts verkehrt machen. Auf der Haut solltest du schweißabwehrende Unterwäsche tragen. Die zweite Schicht darüber sollte Arme und Beine schützen sowie den Wasserdampf der ersten Schicht weiter nach außen tragen. Die äußerste Schicht sollte eine wind- und wasserabweisende Jacke sein.

Wichtig im Winter ist, dich nicht zu warm anzuziehen. Die ersten fünf Minuten zu frösteln, ist vollkommen in Ordnung. Eine Mütze ist bei niedrigen Temperaturen jedoch ein Muss. Nicht unerheblich viel Körperwärme wird über den Kopf abgegeben.

Genauso wichtig, wie die Kleidung, ist der richtige Laufschuh, wenn du ernsthaft mit Joggen anfangen möchtest. Den solltest du am besten bei einer Beratung im Fachgeschäft erlangen. Bei besonders nassem Wetter helfen oft wasserdichte Sockenüberzüge, so dass du keine besonderen Laufschuhe für Regen kaufen musst. Besonders hilfreich ist es, sich die Schuhe erst nach einigen Trainingseinheiten zu kaufen: das belohnt dich als nun richtigen Jogger!

Motivationstief? Nicht mit diesen Tricks!

Nach etwa zwei Wochen schlafen die guten Vorsätze wieder ein. Die Laufschuhe liegen in der Ecke, die Couch und die Fernbedienung locken – der innere Schweinehund schlägt wieder zu. Lass dich nicht entmutigen und verspreche dir vor dem Spiegel erneut: „Ich ziehe das durch.“ Mit Joggen anfangen, bedeutet auch durchhalten.

Dabei kann ein Trainingstagebuch helfen. Es dokumentiert nicht nur deine Form. Hältst du nach dem Training deine Zeiten, Strecken und dein Wohlbefinden fest, kannst du auch Erfolgserlebnisse darin finden. Und nichts motiviert so sehr, wie Erfolg. Ab und zu zwischendurch eine andere Sportart bringt Abwechslung in den Joggingplan.

Radfahren unterstützt in ähnlicher Weise das Herz-Kreislauf-Training, Schwimmen trainiert Ausdauer und ein Mannschaftsport bringt Spaß in geselliger Runde. Eine Wette mit Freunden motiviert zusätzlich, durchzuhalten. Wer Motivationsprobleme besiegen will, kann auch morgens mit dem Joggen anfangen. Danach kannst du den ganzen Tag das Gefühl genießen, etwas Gutes getan zu haben und schiebst den Sport nicht vor dir her. Die Erinnerung an dieses tolle Gefühl treibt dich mit Sicherheit wieder in die Laufschuhe.

Joggen anfangen, ist nicht schwer. Wenn du diese Tipps beherzigt, sollte es genauso leicht sein, es durchzuhalten und gesund zu leben. Mit ein bisschen Willenskraft, wenigen Erwartungen und der richtigen Kleidung kannst auch du es schaffen und zum erfolgreichen Jogger werden. Und nicht vergessen: Joggen befreit Körper, Geist und Seele!

Beitrag geschrieben von Katrin Bedard, am
Fitness und Sport bedeutet für mich: Den Lebensstil zu pflegen, der Freude macht und Lebensqualität sichert. Mein persönliches Motto lautet: "Ich kenne nur den Weg vorwärts!" - Katrin Bedard

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